futtermittelallergie1

Es gibt eine große Verunsicherung für die Interpretation der kommerziell angebotenen Futtermittelallergie-Bluttests mit ihren ggf. hohen "Treffer-Raten“.. An dieser Stelle werden diese gemäß dem derzeitigen Wissensstand ausgeräumt. 

Beurteilung der Futtermittel-Allergie-Labortests: Für Futtermittelallergien typisch sind folgende klinischen Symptome:

  • allgemeiner Juckreiz mit sekundären Hautentzündungen unterschiedlicher Qualität/Quantität wie z.B. sekundären bakteriellen und oder Hautpilzinfektionen und oder
  • Durchfall unterschiedlicher Qualität/Quantität.


Der Goldstandard zum Futtermittelallergienachweis ist die zu Hause durchzuführende Futtertestung.
Man erhält eine verlässliche Diagnose durch die einfache Beobachtung von

  1. Klinischem Therapieerfolg ( = Juckreiz/Durchfall verschwinden) durch Elimination des fraglichen Futtermittels aus dem Futter über 6-8 Wochen (die klinischen Symptome sind somit eliminiert, falls das Allergen in diesem Ausschluss-Futter fehlt) und
  2. Rezidiv bei Provokation ( = erneute Fütterung des fraglichen Futtermittels im Futter) über maximal 14 Tage.

WAS genau allergisierend wirkt, ist dadurch noch nicht geklärt.

Der Goldstandard zur Klärung einer vermuteten Futtermittelallergie ist zu 100% klinisch und NICHT labordiagnostisch definiert!

Das heißt, dass ein im Blut-Testergebnis erhöhter Antikörpertiter der Gruppen IgG und/oder IgE gegen z.B. 15 Proteine (Ei, Rind, Mais…etc.) gleichzeitig bereits die Diagnose einer gegen diese 15 Proteine bestehende Futtermittelallergie bedeutet. Dieser Rückschluss ist falsch: fahrlässig und verbreitet wird ein serologischer „Treffer“ als Beweis für eine bestehende Futtermittelallergie gegen dieses Protein fehlgedeutet.

Vielmehr ist im Falle erhöhter IgG und/oder IgE-Antikörper dieser Befund faktisch nichts als die immunologische Voraussetzung für eine mögliche Futtermittel-Allergie.

Zulässig und medizinisch verwertbar ist allerdings der Umkehrschluss, dass bei Nichtvorliegen messbar erhöhter IgG und oder IgE-Antikörper entsprechende Proteine eben per se auch keine allergisierende Wirkung entwickeln können. Genau diese Proteine können/sollten in der Eliminationsdiät Anwendung finden.

Je proteinreicher ein Futter ist und je länger es gegeben wird, desto wahrscheinlicher wird es allergisierend wirken, weswegen alle LupoVet-Vollwertnahrungen entgegen dem Trend moderate Proteinwerte aufweisen.

Interessant sind auch die im folgenden original zusammengefassten Ergebnisse der Dissertation von ZIMMER, (2012):

„Im Rahmen einer prospektiven klinischen Studie wurden die futtermittelspezifischen Antikörper IgG und IgE von 16 in Hundefutter üblichen Futtermittelantigenen vor und nach der Eliminationsdiät bei allergischen Hunden gemessen. Dazu wurde bei 19 Hunden, welche entsprechend ihrer Anamnese und den klinischen Symptomen an atopischer Dermatitis litten, eine Eliminationsdiät durchgeführt. Die Diät dauerte 6-8 Wochen und bestand entweder aus einem kommerziellen Hundefutter basierend auf hydrolisiertem Protein, oder aber einer Diät bestehend aus einer dem Hund bis dahin unbekannten Protein- und Kohlenhydratquelle. Vor und nach der Diät wurde den Patienten Blut abgenommen und das Serum wurde mit Hilfe des ELISA auf Futtermittel-spezifische Antikörper getestet. Während der Diät wurden die Hunde regelmäßig klinisch untersucht und ein standardisierter Läsionscore bestimmt (CADESI). Die Besitzer bewerteten täglich eigenständig den Juckreiz, Defäkation und sonstige gastrointestinale Symptome.
Spezifische IgE Antikörper gegen Rind, Schwein, Lamm und Kuhmilch, sowie spezifische Antikörper IgG gegen Rind, Schwein, Lamm, Kuhmilch, Huhn und Pute konnten gemessen werden. Ein signifikanter Unterschied in den Werten vor und nach der Diät für jedes der individuellen Allergene sowie für die gesamten IgE und IgG Konzentrationen aller Antigene (P=0.55 und P=0.53 respektive) konnte nicht ermittelt werden. Von den 19 Hunden, welche an der Studie teilnahmen und eine Eliminationsdiät bekamen, um Futtermittelunverträglichkeit zu diagnostizieren, zeigten 14 Hunde eine deutliche Verbesserung der klinischen Symptome während der Eliminationsdiät. Aus dieser Gruppe konnte bei sieben Hunden Futtermittelunverträglichkeit durch Verschlechterung der klinischen Symptome bei Fütterung des ursprünglichen Futters und wiederholte Besserung nach erneuter Fütterung der Diät nachgewiesen werden. Signifikante Änderungen in den Serumkonzentrationen der futtermittelspezifischen Antikörper IgG und IgE vor und nach einer Eliminationsdiät von 6-8 Wochen konnten nicht nachgewiesen werden.“

Zitat Ende.

ZIMMER, A. (2012):
„Futtermittel-spezifisches IgG und IgE vor und nach Eliminationsdiäten bei allergischen Hunden“ München, Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München

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futtermittelallergie1

Es gibt eine große Verunsicherung für die Interpretation der kommerziell angebotenen Futtermittelallergie-Bluttests mit ihren ggf. hohen "Treffer-Raten“.. An dieser Stelle werden diese gemäß dem derzeitigen Wissensstand ausgeräumt. 

Beurteilung der Futtermittel-Allergie-Labortests: Für Futtermittelallergien typisch sind folgende klinischen Symptome:

  • allgemeiner Juckreiz mit sekundären Hautentzündungen unterschiedlicher Qualität/Quantität wie z.B. sekundären bakteriellen und oder Hautpilzinfektionen und oder
  • Durchfall unterschiedlicher Qualität/Quantität.


Der Goldstandard zum Futtermittelallergienachweis ist die zu Hause durchzuführende Futtertestung.
Man erhält eine verlässliche Diagnose durch die einfache Beobachtung von

  1. Klinischem Therapieerfolg ( = Juckreiz/Durchfall verschwinden) durch Elimination des fraglichen Futtermittels aus dem Futter über 6-8 Wochen (die klinischen Symptome sind somit eliminiert, falls das Allergen in diesem Ausschluss-Futter fehlt) und
  2. Rezidiv bei Provokation ( = erneute Fütterung des fraglichen Futtermittels im Futter) über maximal 14 Tage.

WAS genau allergisierend wirkt, ist dadurch noch nicht geklärt.

Der Goldstandard zur Klärung einer vermuteten Futtermittelallergie ist zu 100% klinisch und NICHT labordiagnostisch definiert!

Das heißt, dass ein im Blut-Testergebnis erhöhter Antikörpertiter der Gruppen IgG und/oder IgE gegen z.B. 15 Proteine (Ei, Rind, Mais…etc.) gleichzeitig bereits die Diagnose einer gegen diese 15 Proteine bestehende Futtermittelallergie bedeutet. Dieser Rückschluss ist falsch: fahrlässig und verbreitet wird ein serologischer „Treffer“ als Beweis für eine bestehende Futtermittelallergie gegen dieses Protein fehlgedeutet.

Vielmehr ist im Falle erhöhter IgG und/oder IgE-Antikörper dieser Befund faktisch nichts als die immunologische Voraussetzung für eine mögliche Futtermittel-Allergie.

Zulässig und medizinisch verwertbar ist allerdings der Umkehrschluss, dass bei Nichtvorliegen messbar erhöhter IgG und oder IgE-Antikörper entsprechende Proteine eben per se auch keine allergisierende Wirkung entwickeln können. Genau diese Proteine können/sollten in der Eliminationsdiät Anwendung finden.

Je proteinreicher ein Futter ist und je länger es gegeben wird, desto wahrscheinlicher wird es allergisierend wirken, weswegen alle LupoVet-Vollwertnahrungen entgegen dem Trend moderate Proteinwerte aufweisen.

Interessant sind auch die im folgenden original zusammengefassten Ergebnisse der Dissertation von ZIMMER, (2012):

„Im Rahmen einer prospektiven klinischen Studie wurden die futtermittelspezifischen Antikörper IgG und IgE von 16 in Hundefutter üblichen Futtermittelantigenen vor und nach der Eliminationsdiät bei allergischen Hunden gemessen. Dazu wurde bei 19 Hunden, welche entsprechend ihrer Anamnese und den klinischen Symptomen an atopischer Dermatitis litten, eine Eliminationsdiät durchgeführt. Die Diät dauerte 6-8 Wochen und bestand entweder aus einem kommerziellen Hundefutter basierend auf hydrolisiertem Protein, oder aber einer Diät bestehend aus einer dem Hund bis dahin unbekannten Protein- und Kohlenhydratquelle. Vor und nach der Diät wurde den Patienten Blut abgenommen und das Serum wurde mit Hilfe des ELISA auf Futtermittel-spezifische Antikörper getestet. Während der Diät wurden die Hunde regelmäßig klinisch untersucht und ein standardisierter Läsionscore bestimmt (CADESI). Die Besitzer bewerteten täglich eigenständig den Juckreiz, Defäkation und sonstige gastrointestinale Symptome.
Spezifische IgE Antikörper gegen Rind, Schwein, Lamm und Kuhmilch, sowie spezifische Antikörper IgG gegen Rind, Schwein, Lamm, Kuhmilch, Huhn und Pute konnten gemessen werden. Ein signifikanter Unterschied in den Werten vor und nach der Diät für jedes der individuellen Allergene sowie für die gesamten IgE und IgG Konzentrationen aller Antigene (P=0.55 und P=0.53 respektive) konnte nicht ermittelt werden. Von den 19 Hunden, welche an der Studie teilnahmen und eine Eliminationsdiät bekamen, um Futtermittelunverträglichkeit zu diagnostizieren, zeigten 14 Hunde eine deutliche Verbesserung der klinischen Symptome während der Eliminationsdiät. Aus dieser Gruppe konnte bei sieben Hunden Futtermittelunverträglichkeit durch Verschlechterung der klinischen Symptome bei Fütterung des ursprünglichen Futters und wiederholte Besserung nach erneuter Fütterung der Diät nachgewiesen werden. Signifikante Änderungen in den Serumkonzentrationen der futtermittelspezifischen Antikörper IgG und IgE vor und nach einer Eliminationsdiät von 6-8 Wochen konnten nicht nachgewiesen werden.“

Zitat Ende.

ZIMMER, A. (2012):
„Futtermittel-spezifisches IgG und IgE vor und nach Eliminationsdiäten bei allergischen Hunden“ München, Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München

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